15. Atommüllkonferenz

Samstag, 28. September 2019
11.00 – 17.00 Uhr

Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7
37081 Göttingen
[Karte]

Programm

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

Begrüßung, politische Einführung

Ursula Schönberger und Henning Garbers

Kurze Vorstellung der Kampagne Tokyo 2020 – The Radioactive Olympics, IPPNW

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I

Überholte Konzepte im neuen Strahlenschutzgesetz

Stand der Erkenntnis über Niederdosiseffekte beim Menschen
Das neue Strahlenschutzgesetz basiert auf Empfehlungen der internationalen Strahlenschutzkommission ICRP. Die ICRP steht seit Langem wegen ihrer Betreiberfreundlichkeit und der Verharmlosung von Strahlenrisiken bei Umweltschutzgruppen in der Kritik.
Im Gesetz wurden insbesondere wesentliche Erkenntnisse über Niederdosiseffekte aus den letzten Jahrzehnten nicht berücksichtigt. Inge Schmitz-Feuerhake erläutert die Erkenntnisse und die schädigenden Wirkungen von Strahlung auf die Gesundheit.

Referentin:   Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Physikerin

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

Diskussion über CASTOR-Rückführungstransporte in französischen Anti-Atom-Initiativen

Für den Herbst 2019 plant die Bundesregierung, mit den Rückführungstransporten der 21 CASTOR-Behälter aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague (F) und Sellafield (GB) zu beginnen. Die CASTORen sollen auf unbestimmte Zeit in den Standort-Zwischenlagern (SZL) Biblis, Isar, Brokdorf und Philippsburg aufbewahrt werden. Dabei werden die Transporte nach Philippsburg (von La Hague) und Biblis (von Sellafield) von der Behörden als „prioritär“ behandelt.
Charlotte Migeon von der französischen Organisation „sortir du nucléaire“ wird uns einen kurzen Überblick geben, wie die anstehenden Atomtransporte in den französischen Initiativen diskutiert werden.

Referentin: Charlotte Migeon, Sortir du nucléaire

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause
13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

AG 1: Abschaltung – Stilllegung – Rückbau: Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen

  • Zur Thematik „Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen“ wird eine Problembeschreibung erstellt und eine Bestandsaufnahme erhoben. Dabei geht es insbesondere um die Schwerpunkte Zwischenlagerung, Transporte und Konditionierung. Die Diskussion soll sich dabei auch um die Themen „Zentrales Zwischenlager (Bereitstellungslager KONRAD)“ und den Status Quo bei der „End“lagerung drehen. Ein erster Entwurf für ein Positionspapier wird vorgestellt und diskutiert.

Moderation: Henning Garbers

AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll: Begleitprozesse

„Zivilgesellschaft am Limit?!“ – Strukturelle Ungleichheiten und „Professionalisierungszwänge“ in Begleitprozessen

  • Jenseits der Qualität eines Begleitprozesses bei der „End“lagersuche sind die Rahmenbedingungen, gerade für die Zivilgesellschaft, von zentraler Bedeutung. Als überwiegend ehrenamtlich engagierte Menschen stehen wir permanent vor diversen Problemstellungen. Aus dem Oberbegriff Zeitmanagement leiten sich die Unterpunkte von persönlicher finanzieller Belastung bis hin zu den Möglichkeiten zum Informationszugang und dessen Transfer ab. Bemisst sich der Grad der Einflussnahme am Grad der Professionalität, die ein „Laie“ mitbringen muss? Wie ist dieser Widerspruch aufzulösen und welcher Fokussierung bedarf es, um im Umfeld hoher Professionalität bestehen zu können?
    Wir haben Zufallsbürger*innen aus dem Nationalen Begleitgremium und zivilgesellschaftliche Vertreter*innen im Begleitprozess zur ASSE und in den Prozessen in Geesthacht und Berlin eingeladen. Anhand von Erfahrungsberichten wollen wir die zentralen Fragestellungen erörtern.

Input: Bernd Redecker, Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom und N.N.

Moderation: Martin Donat / Wolf-Rüdiger Marunde, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

AG 3: Freimessen / Strahlenschutz

  • Nachbereitung des Fachvortrages von Inge Schmitz-Feuerhake: Wie gehen wir mit dem Wissen um die Niedrigdosis-Problematik um?
  • Wie kann das Thema Freigabe standortunabhängig bekannt gemacht werden? Gibt es best practice Beispiele?
  • Weiterarbeit an der Muster-UIG-Anfrage zur Praxis von Vor-Ort-Erkundungen – siehe AG 3 der letzten Konferenz

Input: Dr. Werner Neumann, BUND

Moderation: Claudia Baitinger, BBU

AG 4: Neue CASTOR-Transporte von Sellafield und La Hague ab 2020

  • Nach aktuellen Informationen soll bereits im Frühjahr 2020 ein CASTOR-Transport von Sellafield/England nach Biblis in das dortige „Zwischenlager“ durchgeführt werden. Weitere Transporte nach Philippsburg 2020/2021 und an die AKW-Standorte Isar + Brokdorf 2023/2024 sollen folgen.

Wir hatten zum Transport nach Biblis einen Ratschlag mit lokalen und bundesweiten Gruppen. Wir berichten in der AG darüber und wollen mit Euch über den Protest zu den CASTOR-Transporten anhand der Themen Atomausstieg, Atommüll, Ausbremsen der Energiewende diskutieren.

Input: Daniel, Anti-Atom-Büro Hamburg

Moderation: Herbert, Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim

16.00 – 17.00 Uhr Abschlussplenum
  • Berichte aus Workshops und Arbeitsgruppen
  • Aktionsvorschläge, konkrete Planungen
  • Ausblick, Ankündigungen, Absprachen

Einladungsschreiben/Programm [PDF]

Anmeldung
Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

Kostenbeitrag
Zur Finanzierung bitten wir um einen Kostenbeitrag von 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss).
Überweisung an die AG Schacht KONRAD e.V. Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)
IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00     Stichwort: AMK
(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

Veranstaltungsort

Volkshochschule Göttingen, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen


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11. Mai 2019 Programmtreffen

Einladung

Programmtreffen zur 15. Atommüllkonferenz

Samstag, 11. Mai 2019

11.00 – 13.00 Uhr   Programmtreffen
13.00 – 13.30 Uhr   Pause
13.30 – 15.00 Uhr   Fortsetzung Programmtreffen

Kulturzentrum Pavillon Hannover
Gruppenraum 2
Lister Meile 4
30161 Hannover
http://pavillon-hannover.de/kontakt/anfahrt/

Zur Vorbereitung des Programms der 15. Atommüllkonferenz laden wir herzlich zum Treffen in Hannover ein.

Die Themenschwerpunkte für die nächste Atommüllkonferenz sollen festgelegt und Referent*innen für die Fachdiskussionen und die Arbeitsgruppen vorgeschlagen werden. Die drei Arbeitsgruppen werden fortgesetzt, voraussichtlich mit den Themenschwerpunkten:

  • Lagerstätten für schwach- und mittelradioaktiven Abfall
  • Konditionierungsanlagen
  • Erfahrungsaustausch Rückbau: Erörterungstermine, Genehmigungen, Klageverfahren
  • Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll
  • Freimessen / Strahlenschutz

Themenvorschläge und Anregungen per Mail sind sehr willkommen!
Bitte bis zum 9. Mai 2019 an info@atommuellkonferenz.de schicken.