21. Atommüllkonferenz

Samstag, 08. Oktober 2022
11.00 – 17.00 Uhr

Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7
37081 Göttingen
[Karte]

Wichtige Hinweise

  • Die Konferenz wird unter den allgemeinen Corona-Regeln stattfinden, die am 08.10.2022 gelten.
  • In den Räumlichkeiten der Volkshochschule Göttingen gibt es keine Verpflichtung, aber eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Stand 6.9.2022). Wir bitten, eventuell geänderte Maßgaben der Volkshochschule Göttingen zu beachten, die ab Oktober gelten könnten (Link zu Infos der VHS Göttingen)
  • Aufgrund der Corona-Problematik wird bei dieser Konferenz kein Imbiss sondern lediglich
    Mineralwasser gestellt. Wir bitten darum, entweder eigene Verpflegung mitzubringen oder sich anderweitig (z.B. am nahegelegenen Bahnhof) zur versorgen

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Atommüllkonferenz keine öffentliche Veranstaltung, sondern ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung ist, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist. Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer WissenschaftlerInnen und von VertreterInnen von Verbänden und NGOs, die sich mit diesem Thema beschäftigen

Programm

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

Begrüßung, politische Einführung

Ursula Schönberger und Henning Garbers

11.15 – 12.15 Uhr Fachdiskussion I

Europäische Stromversorgung und -vernetzung

In Europa sind 35 Länder in einem Versorgungsverbund zusammen geschlossen. Vor über 20 Jahren begann die Liberalisierung des Strommarktes in Europa. Wie funktioniert der Verbund prinzipiell und wie werden Preise gebildet? Welche Sicherheiten gibt es für die Versorgung? Wie findet ein Ausgleich statt, wenn es z.B. in einzelnen Staaten Versorgungsprobleme gibt?

Referent: Raimund Kamm (FORUM – Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik und Landesverband Erneuerbare Energie Bayern)

12.15 – 13.00 Uhr Fachdiskussion II

Sicherheitsbetrachtung der deutschen Atomkraftwerke

Die drei verbliebenen Atomkraftwerke sind seit 13 Jahren nicht mehr umfänglich sicherheitstechnisch überprüft worden. Ein sicherer Weiterbetrieb der Reaktoren ist nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nicht gewährleistet. Die Anlagen wurden seit mehr als 10 Jahren in Hinblick auf die vereinbarten Restlaufzeiten betrieben, das zeigt sich zum Beispiel an dem Umgang an
den gefährlichen Rissen in den Dampferzeugern im AKW Neckarwestheim 2. Oda Becker wirft in ihrem Vortrag einen kritischen Blick auf den aktuellen Sicherheitszustand der laufenden Atomkraftwerke.

Referentin: Oda Becker (Physikerin und unabhängige Wissenschaftlerin im Bereich Sicherheit und Risiko von Atomanlagen)

13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause

14.00 – 14.30 Uhr Fachdiskussion III Referent per Video zugeschaltet

Juristische Betrachtung einer Laufzeitverlängerung

Fachanwalt Dr. Ulrich Wollenteit hat im Auftrag von Greenpeace eine Stellungnahme zu der Bewertung des TÜV Süd bezüglich der „der konkreten erforderlichen technischen Maßnahmen für einen Weiterbetrieb des KKI 2 bzw. eine Wiederinbetriebnahme des Blocks C des KRB II“ erstellt. Zu einer Laufzeitverlängerung impliziert Wollenteit rechtliche Bedenken bezüglich des geltenden Rechts, aus verfassungsrechtlichen Gründen und des Europarechts. Heinz Smital von Greenpeace wird die wesentlichen Punkte der Bedenken skizzieren und die daraus resultierenden Möglichkeiten und Unwegsamkeiten einer Klage gegen die Laufzeitverlängerung erläutern.

Referent (online): Heinz Smital (Greenpeace)

14.30 – 15.45 Uhr Standortberichte

Berichte von den AKW-Standorten Neckarwestheim, Isar und Lingen

Von den drei Standorten Isar 2/Ohu, Lingen 2/Emsland und Neckarwestheim 2 wird über die
aktuelle Situation der noch in Betrieb befindlichen AKW berichtet. Dabei wird es um die jeweili-
gen Sicherheitsprobleme und den aus politischen Kreisen geforderten „Streckbetrieb“ gehen.
Ein allen gemeinsames Problem sind die Risse in den Dampferzeugerheizrohren. Auch die
Brennelementproduktion in Lingen soll angesprochen werden.

Referent*innen: Herbert Würth (Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim),
Alexander Vent (Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*innen im Emsland), n.n.

16.00 – 17.00 Uhr Abschlussplenum

  • weitere Diskussionen
  • Aktionsvorschläge, konkrete Planungen
  • Ausblick, Ankündigungen, Absprachen

Einladungsschreiben/Programm [PDF]

Anmeldung
Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

Wir bitten bei der Anmeldung um die Angabe der Zugehörigkeit zu Initiativen, Verbänden, NGOs oder Gruppen. Bei keiner oder sonstiger Zugehörigkeit wird im Einzelfall über die Teilnahme entschieden.

Kostenbeitrag
Zur Finanzierung bitten wir um einen Kostenbeitrag von 20,- € (inkl. Mineralwasser).
Überweisung an die AG Schacht KONRAD e.V. Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)
IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00     Stichwort: AMK
(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

Veranstaltungsort

Volkshochschule Göttingen, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen

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20. Atommüllkonferenz

Samstag, 23. April 2022
11.00 – 17.00 Uhr

Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7
37081 Göttingen
[Karte]

Wichtige Hinweise

  • Die Konferenz wird unter den allgemeinen Corona-Regeln stattfinden, die am 23.4.2022 gelten.
  • In den Räumlichkeiten der VHS Göttingen gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Sitzend am Platz, unter Einhaltung des Mindestabstandes von mind. 1,5m kann auch die med. Maske während der Veranstaltungen abgenommen werden (Stand März). Dies kann sich zum Tag der Konferenz ändern. Wir informieren dazu zeitnah. (Link zu Infos der VHS Göttingen)
  • Aufgrund der Corona-Problematik wird bei dieser Konferenz kein Imbiss sondern lediglich
    Mineralwasser gestellt. Wir bitten darum, entweder eigene Verpflegung mitzubringen oder sich anderweitig (z.B. am nahegelegenen Bahnhof) zur versorgen

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Atommüllkonferenz keine öffentliche Veranstaltung, sondern ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung ist, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist. Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer WissenschaftlerInnen und von VertreterInnen von Verbänden und NGOs, die sich mit diesem Thema beschäftigen

Programm

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

Begrüßung, politische Einführung

Ursula Schönberger und Henning Garbers

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I Referent per Video zugeschaltet

Bedeutung zukünftiger Vereisungen von Nordeuropa für die Endlagersuche

Trotz des alarmierenden Klimawandels ist damit zu rechnen, dass sich in mehreren 1000 Jahren die astronomisch gesteuerten Vereisungszyklen mit Perioden von etwa 100.000 Jahren wiedereinstellen werden. Die Vereisungen werden die Erdoberfläche und den Untergrund in den für die Endlagersuche zu berücksichtigenden 1 Mio. Jahre verschiedentlich überprägen. Diese Prozesse werden in dem Vortrag skizziert und deren mögliche Bedeutung für die Suche eines Endlagers diskutiert.

Referent: Prof. Dr. Christian Hübscher (Universität Hamburg)

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

EU-Taxonomie – wo stehen wir aktuell?

Referent: Timo Luthmann (.ausgestrahlt)

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

AG 1: Abschaltung – Stilllegung – Rückbau: Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfälle

Das Positionspapier zu schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus der Nutzung der Atomtechnik wurde fertiggestellt. Nun geht es um die nächsten Schritte in Bezug auf weitere Unterzeichnerinnen/ Unterstützerinnen und auf die öffentliche Vorstellung. Darüberhinaus soll das Papier auch gezielt an.

Moderation: Henning Garbers

AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll: Begleitprozesse

„Endlagersuche“ – Fachkonferenz Teilgebiete

  • Im Endlagersuchprozess bemüht sich nach Abschluss der Fachkonferenz Teilgebiete eine Beratungs- und Planungsgruppe um die Ausrichtung eines ersten Forums Endlagersuche am 20./21. Mai. Wesentliche Forderungen aus der Anti-Atom-Bewegung nach einer weitgehenden Selbstorganisation wurden dabei nicht berücksichtigt. Spannend bleibt die Frage, wie es der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) gelingt, den Fokus von über 50 Prozent der Landesfläche auf obertägig zu erkundende „Standortregionen“ herunterzubrechen.
  • Zur Frage der schwach- und mittelaktiven Abfälle werfen wir einen Blick auf die aktuelle Auseinandersetzung um Schacht KONRAD. Ein knappes Jahr nach der Antragstellung auf Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses gibt es neue Aktionsideen, den Baustopp und das Ende für Schacht KONRAD durchzusetzen.

Input und Moderation: Wolfgang Ehmke Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und Silke Westphal (AG Schacht KONRAD)

AG 3: Freimessen / Strahlenschutz

  • Arbeit am Positionspapier zur Freigabe
  • Kurze Vorstellung der Musteranfragen
  • Diskrepanzen bei den verschiedenen für die Freigabe einzusetzenden Rechenmodellen

Wir freuen uns über eure Anregungen!

AG-3-Team: Moderation Gertrud Patan (AtomErbe Obrigheim), Input Dr. Werner Neumann (BUND)

16.00 – 17.00 Uhr Abschlussplenum

  • Berichte aus Workshops und Arbeitsgruppen
  • Aktionsvorschläge, konkrete Planungen
  • Ausblick, Ankündigungen, Absprachen

Einladungsschreiben/Programm [PDF]

Anmeldung
Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

Wir bitten bei der Anmeldung um die Angabe der Zugehörigkeit zu Initiativen, Verbänden, NGOs oder Gruppen. Bei keiner oder sonstiger Zugehörigkeit wird im Einzelfall über die Teilnahme entschieden.

Kostenbeitrag
Zur Finanzierung bitten wir um einen Kostenbeitrag von 20,- € (inkl. Mineralwasser).
Überweisung an die AG Schacht KONRAD e.V. Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)
IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00     Stichwort: AMK
(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

Veranstaltungsort

Volkshochschule Göttingen, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen

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