11. Atommüllkonferenz

Samstag, 2. September 2017

11.00 – 17.00 Uhr
Volkshochschule Kassel
Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel

Programm

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

Begrüßung, politische Einführung
Ursula Schönberger und Henning Garbers

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I

Terrorgefahren bei Atomanlagen
Die unabhängige Expertin für Risiken von Atomanlagen Oda Becker hat in den letzten 15 Jahren mehrere Studien zu Terrorgefahren für AKW und Zwischenlager erstellt. Sie stellt verschiedene Angriffsszenarien für Atomanlagen dar, wie z.B. gezielte Flugzeugabstürze, Beschuss mit panzerbrechenden Waffen, Angriffe per Hubschrauber und die Risiken durch sogenannte „Innentäter“. Dabei wird auch die Renegade-Problematik behandelt.
Referentin: Oda Becker, Physikerin

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

Das neue Strahlenschutzgesetz
Welche Kritik besteht weiterhin? Was ändert sich? In welchen zeitlichen Abschnitten erfolgt das Inkrafttreten? Welche Konsequenzen sind zu erwarten?
Referent: Dr. Werner Neumann (BUND)

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

AG 1: Abschaltung – Stilllegung – Rückbau: Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle

  • Diskussion um Ansätze, gemeinsame Positionen und Forderungen zum Thema Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle aufzustellen.
  • Konzepte für Bau von Zwischenlagergebäuden und Behandlung fachlicher Fragen: Was ist mit „Behälterversagen“ gemeint? Was ist der Nutzen von Heißen Zellen? Was spricht für und gegen mobile Heiße Zellen? Inwieweit ist das Untersuchen des Behälterinneren erforderlich? Stellt die Alterung der Behälter für den Transport in ein späteres „Dauer“lager möglicherweise ein Problem dar?

Input: Dr. Rainer Moormann, Chemiker und Experte für Reaktorsicherheit
Moderation: Henning Garbers

AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll: Begleitprozesse

  • 1. Kurze Übersicht über das Verfahren nach Standortauswahlgesetz, die Beteiligungsformate und die Bedeutung für Standortregionen

Das Standortauswahlverfahren ist gestartet. Danach soll es in 3 – 4 Jahren in betroffenen Regionen Teilgebietekonferenzen geben, auf die Regionalkonferenzen und die Konferenz der Regionen folgen. Welche Möglichkeiten bieten sie, welche verhindern sie?

  • 2. Möglichkeiten, mit der vom Gesetzgeber verordneten Beteiligungssimulation umzugehen

Nicht auf die Bescheide des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) warten, selbst handeln: Begründung und Perspektiven einer eigenen „Unabhängigen Regionalkonferenz“ an den Standorten mit z.B. folgenden Aufgaben und Anforderungen:
– Fachliche Auseinandersetzung mit der Geologie,
– ergebnisoffene (!) Willensbildung zur Regionalentwicklung,
– Modelle zur politischen Teilhabe entwickeln, die den eingeschränkten Formaten des Standortauswahlgesetzes etwas entgegensetzen können.

Input: Wolf-Rüdiger Marunde, Bäuerliche Notgemeinschaft
Moderation: Torben Klages

AG 3: Freimessen / Strahlenschutz

  • 1. Welche Relevanz hat das neue Strahlenschutzgesetz vom 10.5.17 für unsere Arbeit? Was ist neu, was ist alt, welche Kritik bleibt? Dazu wird Dr. Werner Neumann referieren.
  • 2. Fortsetzung unserer Arbeit von der letzten Konferenz: Nachdem die AG 3 sich dafür ausgesprochen hat, dass aller nach § 29 StrlSchV (2001) „freigemessene“ Atommüll nicht in die Umwelt verteilt werden darf, geht es jetzt darum, Widerstand zu leisten. Wie organisieren wir die dafür notwendige Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch Workshops, Vernetzungstreffen, Flyer?

Input: Dr. Werner Neumann
Moderation: Claudia Baitinger

16.00 – 17.00 Uhr Abschlussplenum

  • Berichte aus Workshops und Arbeitsgruppen
  • Aktionsvorschläge, konkrete Planungen
  • Ausblick, Ankündigungen, Absprachen

 

Anmeldung
formlos unter Email: anmeldung@atommuellkonferenz.de

Kostenbeitrag
Zur Finanzierung bitten wir alle Teilnehmer*innen um einen Kostenbeitrag von 25,- € (incl. Tagungsgetränken und -imbiss). Überweisung bitte an

Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00
Stichwort: AMK

(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

Einladungsschreiben [PDF]

Veranstaltungsort

Volkshochschule Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel

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Anreise mit der Bahn
Mit der Bahn bis Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe fahren im Abstand von ca. 8 Minuten die Straßenbahnen Tram 1 (Richtung Velmar Nord) und Tram 3 (Richtung Wolfsanger) zur Haltestelle Weigelstraße (Fahrzeit 8 Minuten). Von dort etwa 150m Fußweg in Fahrtrichtung befindet sich auf der rechten Seite die Volkshochschule Kassel.