23. Atommüllkonferenz

Samstag, 07. Oktober 2023
11.00 – 17.00 Uhr

Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7
37081 Göttingen
[Karte]

Die inhaltlichen Schwerpunkte der 23. Atommüllkonferenz drehen sich um Themen, die auch nach Abschalten der letzten AKW in Deutschland akut bleiben. Dazu gehören die Urananreicherung, die Brennelementeproduktion, die Probleme durch die erheblich verlängerte Dauer der Zwischenlagerung
von Atommüll durch die angekündigten Verzögerungen bei der Standortsuche für ein tiefengeologisches Lager. Welche Strategien entwickeln wir dazu?

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Atommüllkonferenz keine öffentliche Veranstaltung, sondern ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung ist, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist. Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer WissenschaftlerInnen und von VertreterInnen von Verbänden und NGOs, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Programm

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

Begrüßung, politische Einführung

Ursula Schönberger und Henning Garbers

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion – Kurzreferate

Sechs Kurzreferate zu verschiedenen Themen (jeweils 10 Min. Referat + 5 Min. Diskussion)

  • Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau: Trotz „Atomausstieg“ wird in Gronau weiterhin Uran für AKW in vielen Ländern angereichert. Dabei fällt in großen Mengen Uranmüll an. Mit dem Betrieb der UAA sind zahlreiche Atomtransporte verbunden. Referent: Udo Buchholz, AKU Gronau und Vorstandsmitglied im BBU
  • In der vom französischen Atomriesen Framatome betriebenen Brennelementefabrik Lingen ANF (Advanced Nuclear Fuels) werden auch nach dem „Atomausstieg“ am 15.4.23 weiterhin atomare Brennelemente produziert, zum großen Teil auch mit russischem Uran. Der Betrieb soll sogar noch deutlich ausgeweitet werden. Referent: Alexander Vent, Bündnis „Atomkraftgegner:innen im Emsland“ (AgiEL)
  • Was passiert bei den Forschungsreaktoren auf deutscher und europäischer Ebene? Referent: Detlef zum Winkel, Wissenschaftsjournalist
  • Probleme und Perspektiven bei der Zwischenlagerung am Beispiel Leese (Niedersachsen). Dort steht eine Räumung bevor. Wie verhalten sich z.B. Betreiber, Behörden und Anwohner:innen? Referent: Meinhard Behrens, BürgerInitiative StrahlenSchutz Leese
  • Standortsuche und Sicherheitsanforderungen für schwach- u. mittelradioaktive Abfälle Referentin: Ursula Schönberger, AG Schacht KONRAD
    Präsentation Vortrag
  • Welche Konsequenzen hat die verlängerte Standortsuche für eine tiefengeologische Atommülldeponie? Woran arbeitet die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE)? Wie sieht es auf der zivilgesellschaftlichen Seite aus – Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE), Umweltverbände, BI’s. Interview mit Asta von Oppen, PFE, zugeschaltet per Video

12.45 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 15.30 Uhr Arbeitsgruppen 1-3

AG 1: Abschaltung – Stilllegung – Rückbau: Verlängerte Zwischenlagerung

→ Fortsetzung des Austauschs und der Diskussion von der letzten Atommüllkonferenz zur erheblich verlängerten Dauer der Zwischenlagerung von Atommüll.
→ In der Arbeitsgruppe sollen gemeinsame Positionen und Forderungen aufgestellt werden. Aus der Diskussion sollen Strategien entwickelt werden.
Moderation: Henning Garbers

AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll: Verlängerte Standortsuche

→ Vertiefung des Inputs von Asta von Oppen. Erfahrungsaustausch über die Arbeit der BGE und Perspektiven zur vorgegebenen Partizipation. Wurden Ziele der Bewegung realisiert?
Input und Moderation: Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

AG 3: Freimessen / Strahlenschutz

→ Nachdem sich inzwischen fast alle deutschen Atomkraftwerke im Rückbau befinden, werden immer größere Mengen von Atommüll der Freigabe nach Kap. 3 StrlSchV zugeführt. Neben dem Informations- und Erfahrungsaustausch geht es darum, wie wir in dieser Situation unser weiteres Vorgehen gestalten wollen und wie unser Positionspapier dafür genutzt werden kann.
Moderation: Gertrud Patan (AtomErbe Obrigheim) und Werner Neumann (BUND)

15.00 – 15.15 Uhr kurze Pause

15.15 – 17.00 Uhr Strategiediskussion + Abschlussplenum

Strategiediskussion

Nachdem wir uns den Tag über gegenseitig auf den neuesten Stand bei den unterschiedlichen Atommüll-Problemen gebracht haben, wollen wir eine gemeinsame Strategiediskussion führen. Welche Personen/ Gruppen arbeiten aktiv an welchen Fragestellungen mit welcher Zielsetzung weiter? Welche Themen werden aktuell als besonders brisant angesehen? Was brauchen wir um uns gut aufgestellt den Problemen entgegenzustellen?
Moderation: Helge Bauer (.ausgestrahlt) und Juliane Dickel (BUND)

Abschlussplenum

  • weitere Diskussionen
  • Aktionsvorschläge, konkrete Planungen
  • Ausblick, Ankündigungen, Absprachen

Einladungsschreiben/Programm [PDF]

Anmeldung
Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

Wir bitten bei der Anmeldung um die Angabe der Zugehörigkeit zu Initiativen, Verbänden, NGOs oder Gruppen. Bei keiner oder sonstiger Zugehörigkeit wird im Einzelfall über die Teilnahme entschieden.

Kostenbeitrag
Zur Finanzierung bitten wir um einen Kostenbeitrag von 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss).
Überweisung an die AG Schacht KONRAD e.V. Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)
IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00     Stichwort: AMK
(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

Veranstaltungsort

Volkshochschule Göttingen, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen

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